Bodem Kaffee – mit eigener Kaffeeröstung

Die Röstung spielt für den Kaffeegeschmack eine entscheidende Rolle.

 

Besonderes Augenmerk ist hier auf die Konstanz im Röstprozess zu legen. Abweichungen schlagen sich schnell auf die geschmackliche Qualität nieder.

 

In den ersten Minuten der Röstung geht die Farbe der Bohnen von einem leichten Gelb in ein helles Braun über. In diesem Röstabschnitt liegt ein Popcorngeruch in der Luft und die Bohnen sehen leicht schrumpelig aus, denn im Rohkaffee befindet sich noch Feuchtigkeit, die verdampft. Durch das Verdampfen des Wassers bricht die Bohne auf, was an einem deutlichen Knacken zu hören ist - dem sogenannten "First Crack".

 

Nun muss sehr genau beobachtet werden, wie sich der Kaffee verhält, denn in dieser Phase entfaltet sich die gesamte Aromavielfalt. Chlorogensäuren werden abgebaut, Zucker karamellisiert und die Zellstruktur wird geschwächt. Mit zunehmender Röstdauer werden die Säuren abgebaut und die Röstaromen nehmen zu. Je länger der Kaffee geröstet wird, desto kräftiger und bitterer wird er. Der Eigengeschmack des Kaffees tritt immer mehr in den Hintergrund.

 

Die Kunst des Röstens liegt darin, für jeden Kaffee die richtige „Röstkurve“ zu entwickeln. Denn nur bei richtig eingestellter Temperatur und Röstdauer kann der perfekte Geschmack aus dem Kaffee „herausgekitzelt“ werden. Ist der Röstvorgang beendet, muss der Kaffee auskühlen und braucht noch einige Tage, um auszugasen. Erst nach etwa fünf bis zehn Tagen, kann er sein volles Aroma entfalten.